Bye Bye Fuji…

…X-T2. Seit 2018 war ich mit zwei Fuji X-T2 unterwegs, gestern trennten sich unsere Wege. Eigentlich nenne ich seit Beginn des letzten Jahres eine X-H1 und eine X-T3 mein eigen, doch erst jetzt kommen sie zu Einsatz. Was soll sich sagen, seit 2018 gab es keinen Aussetzer, keinen Werkstattbesuch, keine Sensorreinigung. Einziger Wechselgrund, der Stabi an der X-H1, sowie der flottere AF an der X-T3. Eigentlich eher selten, bin seit 2013 bei Fuji.

Neue Füße

Wenn es mit meinen Fuß nur auch so einfach wäre 🙂 Hatte ein günstiges Angebot, 2 Ojektivhalterungen zum Preis von einer. Verwende zwar eher selten ein Stativ, doch die orginale Stativhalterung des Fujinon XF100-400 ist einfach eine Zumutung, viel zu klein für die Linse. Ein weiterer Vorteil, sie sind Arca Swiss kompatibel, also keine extra Platte mehr notwendig. Ach so, sind von ISHOOT, XF514 für das 50-140, sowie XF140 für das 100-400.

Orginal XF100-400
Ishoot X514

Ausrüstung Natur

Kleiner Blick in meinen Rucksack, obwohl in letzter Zeit die Ausrüstung oft in den Satteltaschen des Rades landet, die perfekte Satteltasche suche ich aber noch.

Der Reißverschuß meines alten Lowepro hat sich letztes Jahr verabschiedet, also musste ein neues Teil her, der Lowepro Vertex 200 AW. Etwas kleiner, aber völlig ausreichend, da Auslaufmodell auch sehr günstig.

Noch kurz etwas zur Ausrüstung. Klar, die X-T3 mit dem XF100-400 für die Tierfotografie, die X-H1 mit dem XF16/1.4 für Landschaften und Macroaufnahmen, sowie die X-T2 mit dem wundervollen 18-55/2.8-4. Eher selten landet dann noch das XF10-24/4 im Rucksack. Ganz wichtig, eine Graukarte, sowie für satte Farben und Langzeitbelichtungen der Rollei Mark ll Filterkit, mit weichen Verlaufsfilter, Graufilter und einen Polfilter, 3-4 Akkus und jeweils eine Transcend 64GB Seicherkarte (R285/W180) + eine SanDisk 64GB (170 MB/S).

X-H1 + 16/1.4 und X-T3 + 100-400

Hassliebe

Seit ein paar Wochen nutze ich das Fujinon XF 100-400 an der Fuji X-T3. In Tests schnitt es immer sehr gut ab, mit leichten Schwächen bei 400mm. Doch manche Fotos gehen überhaupt nicht, bis 350mm ist alles Top, doch bei 400mm bietet sich manchmal dieses Bild. Alle gezeigt Fotos wurden mit einer Kantenlänge von 20cm gecropt.

Nilgans, ca. 40-50m entfernt, bei 400mm mit AF-S, Bild ist total matschig.
Goldammer, ca. 10m, AF-S, gute Qualität
Mond, ca. 384400km, gute Qualität
ca. 50m, AF-C, gute Qualtät

Hat jemand ähnliche Probleme mit dem Objektiv, wäre für jeden Hinweis dankbar.

Entfernung ca. 40m

Salzatal Teil2

Eigentlich nicht so optimale Voraussetzungen für die Tierfotografie, denn es wehte ein eisiger Wind, aber irgendwann mussten die Gänse und Schwäne ja von ihren Schlafplätzen auf die Felder. Fotografiert wie immer mit der Fuji X-T3, mittleres AF Feld, AF-C. Die AF-C benutzerdef. Einstellung auf 6, beide Einstellungen in der mittleren Position. Ach so, teilweise wurde im Sportsucher Modus fotografiert, was die Auflösung auf 16,6MP reduziert. Als Objektiv kam wie immer das Fujinon XF100-400 zum Einsatz, auch wenn es nur bis 300mm perfekt ist.

Nilgans

Speedtest

Der Autofokus der Fuji X Kameras hatte ja lange Zeit keinen guten Ruf, erst mit der X-T2 wurde er merklich besser. Nun konnte auch auf Laufveranstaltungen im AF-C Modus fotografiert werden. Zusammen mit dem Fujinon XF50 oder dem Viltrox 85 kam ich dabei auf eine Quote von nahezu 100% scharfen Fotos, von Personen welche auf die Kamera zuliefen.

x-t3 + xf100-400

Nachdem ich mir das Fujinon XF100-400 zugelegt hatte, folgte noch die Fuji X-T3 dazu. Ich wollte einfach nur die bestmögliche, bezahlbare Kombi für die Naturfotografie, ohne Kompromisse. Ein gravierender Unterschied zur X-T2 war es erstmal nicht, auch wenn Pufferspeicher und Serienbildgeschwindigkeit verbessert wurden.

Letzte Woche nun die ersten Tests, dabei waren Möwen ein paar sehr gute Kandidaten, sind ihre Flugmanöver doch sehr schnell und oft unvorhersehbar. Die AF-C Einstellungen lagen dabei auf Zone, die benutzerdefinierte Schärfenachführung auf Option 2 oder 4, obwohl Nummer 5 wohl auch funktionieren würde. Der Stabi blieb eingeschaltet, sorgte so für ein ruhigeres Sucherbild.

Was soll ich sagen, der Autofokus Speed ist einfach top, mit den verschiedensten Einstellungen im AF-S Modus muss ich mal noch etwas rumspielen, vielleicht auch mal die manuelle Einstellung nutzen. Vielleicht kommt ja irgendwann eine neue Firmware mit dem AF Algorithmus der X-T4, diese sollte den Autofokus nochmal verbessern.

Wenn du nur fotografierst

Nun ist sie da, die neue Fuji X-T4, doch was ist für mich als Fotograf interessant daran. Hm, die Verbesserung des Autofokus Algorithmus ist natürlich immer super, eine nochmal verbesserte Schnelligkeit und Treffgenauigkeit ist natürlich sehr gut. Die Optimierung des Augenautofokus, für viele interessant, für mich eher weniger. Ein neuer Akku, 50% mehr Leistung. Ich kam eigentlich mit den bisherigen Akkus ganz gut klar. Zu analogen Zeiten hast du nach 36 Bildern den Film gewechselt, bei der X-T2 nach 400 Bildern den Akku, wo ist also das Problem (wenn du nur fotografierst ). Das neue Display ist für mich in einer Verbesserung sehr interessant, man kann das Display einfach umdrehen, schaut nicht immer darauf, kann sich voll auf das fotografieren konzentrieren. Der Verschluss ist nun auf bis zu 300000 Auslösungen ausgelegt, er ist leiser und macht bis zu 15 Aufnahmen die Sekunde (mit dem mechanischen Verschluss). Und die wichtigste Neuerung, der neue IBIS? Während viele Vlogger darauf gewartet haben, ist er für mich eher weniger interessant. Verwende meine X-T3 zusammen mit dem XF100-400, dessen Stabi ermöglicht mir scharfe Aufnahmen bis zu 1/15 Sek.. Brauchts doch mal einen Stabi für Streetfotografie oder bei Dunkelheit, dann ist die X-H1 mit dem 16/1.4 eine gute Kombination.

Foto: fujifilm.de

Was möchte ich nun damit sagen? Die neue Fuji X-T4 ist eine tolle Kamera, wenn du die Videofunktionen nutzt. Doch wenn du nur fotografierst, kannst du getrost bei der X-T3 bleiben, irgendwann kommt auch eine neue Firmware, mit den neuen Autofokus Algorithmus (wird jedenfalls gemunkelt ).

Nummer 11

Eigentlich wollte ich noch eine Weile warten, doch dann fand ich ein unschlagbares Angebot für ein Fujinon XF100-400. Ich besitze ja schon das XF55-200, doch in vielen Situationen (Sport- und Tierfotografie ) ist es einfach zu kurz. Ein erster Test war dann auch recht vielversprechend, mir gelangen sogar scharfe Aufnahmen mit 1/15 Sekunde bei 400mm (mit der X-T2 ), die X-H1 (mit zusätzlichen Stabi ) schaffte aber auch nicht mehr. Die Bildqualität ist sehr gut, auch wenn ich am langen Ende lieber eine halbe Blende abblende. Der Autofokus ist flott, muss im AF-C Betrieb aber noch die richtige Einstellung der Kamera finden, hat noch nicht so richtig funktioniert. Vielleicht statt Einzelpunkt mal die Zone verwenden. Die Verarbeitungsqualität ist jedenfalls wie immer Top, nur eine Stativschelle mit ArcaSwiss Fuß werde ich dem Objektiv noch gönnen.