Der erste Blick ging heute morgen zur Webcam des Brocken . Diese zeigte einen wunderschönen Sonnenaufgang , also ab mit dem Zug nach Wernigerode . Habe mich dann doch umentschieden und bin weiter bis Ilsenburg , wollte ja nochmal die winterliche Ilse mitnehmen . Doch schon beim ersten Fotomotiv zog mich die Ilse in ihre Tiefen , wer rechnet denn auch im Winter mit vereisten Steinen 🙂 Naja , kurz geschüttelt und weiter ging es entlang der Ilse . An der unteren Ilse konnte man noch ganz gut fotografieren , doch die Ilsefälle waren durch viele umgestürzte Bäume leider nicht sehr fotogen . Ein paar Bildchen sind dann doch entstanden , alles mit Fuji X-E2 + 18-55 und einen ND8 Graufilter von 84dot5 . Fotografiert habe ich mit Belichtungszeiten zwischen 1/8 und 6 Sekunden .
War eigentlich ein perfekter Tag für ein paar gute Bildchen vom Brocken/Harz , doch dann mußte sich ein Autofahrer mit der Harzer Schmalspurbahn anlegen . Also ein paar schnelle Bildchen vom Brocken im Nebel machen und dann wieder runter , um meinen Zug zu bekommen . Bilder vom Brocken im strahlenden Sonnenschein gibts dadurch leider nicht . (Fotos unbearbeitet)
BrockenkioskBahnhof Schierkebenannt nach einen Schnaps , die Feuersteinklippe in Schierke 🙂BrockenwegWernigerode vom Schloß gesehenTalfahrt der HSBÜberholung unterhalb des Brocken
BrockenEisgebildeNordpol , nein BrockensteinAnsturm im Nebel98cm Schnee und Verwehungen bis 300 cm
…und halb Deutschland hat sich auf die Beine gemacht . Eigentlich bin ich doch bekloppt , warum fotografiere ich nicht Babys oder Portrait im Studio , einfach ein Kind in eine Kiste legen und knips . Der Vorteil , man ist im warmen und es reicht schon eine einfache Ausrüstung . Der Nachteil , es würde mir keinen Spaß machen , ich würde in Langeweile ertrinken . Auch wenn ich vielleicht irgendwann mal wie Ötzi durch die Schneeschmelze freigegeben werde , ich brauche einfach den Kick .
tausende Menschen auf den Weg zum Brocken
Heute war es mal wieder so weit , leider war das Brockenhotel ausgebucht , so bin ich erst Mittags im strahlenden Sonnenschein eingetroffen . Doch lange sollte das Wetter nicht halten , 10 Minuten später war alles in Nebel gehüllt , bei -11°C und Wind bis 85 km/h waren es gefühlte -26°C .
Brocken im Nebel
Statt mit der HSB nach Wernigerode , ging es zu Fuß nach Ilsenburg , natürlich mit Stop an den Ilsefällen . Die waren zwar total vereist , doch diesen Kick brauche ich ja . Kamera stand mit dem Stativ bei 75% der Aufnahmen im Fluß , natürlich konnte man da die Kamera schlecht einstellen , zumal auch bei der Hälfte der Aufnahmen ein ND1000 Filter vor dem Objektiv war . Beide Kameras haben bei diesen Bedingungen gut durchgehalten , wobei die X-E2+Stativ noch einen 3 m Sturz Richtung Fluß überlebte . Mein Dank gilt nochmal dem vereisten Busch , welcher die Kamera vor den eisigen Fluten bewahrte . Auch die Fuji X-T1 hatte ihren Härtetest , sie wurde unter der Schneelast eines Baumes begraben .
Wegweiser auf dem BrockenAusfahrt aus dem Brockenbahnhof
Mal ein kleiner Tipp für die Fotografen . Ein Zoom von 18-55 ( 27-80 bei KB ) ist völlig ausreichen , dazu ein Graufilter ND4 oder 8 und ein kleines Stativ . Am Anfang der Ilsefälle den linken Weg (von Ilsenburg kommend ) wählen , dort hat man einen besseren Zugang zum Fluß .
Eigentlich waren heute Aufnahmen der Ilsefälle angedacht , dann kurz vor Wernigerode nochmal auf die Wetterseite geguckt , Nebel,Reif , -1° gefühlt -9° und Wind . Also doch in Wernigerode aussteigen , in die Brockenbahn springen und auf schöne Reifgebilde auf dem Brocken hoffen , wären ja beste Bedingungen dafür .
Brockenbahn kurz vor Drei Annen Hohne
Oben angekommen wurde ich aber enttäuscht , gab es doch eine Inversionswetterlage . Bis auf ca.900m runter war im Windschatten T-Shirt Wetter , dafür war es in den unteren Lagen sehr kalt .
BrockenbahnhofBlick Richtung Süden der komplett in Wolken eingehüllt wardie Sendemasten von Torfhaus
Nachdem ich noch schnell meine Soljanka beim Brockenwirt verschüttet habe , ging es im Steilabstieg runter zu den Ilsefällen . Auf 5km geht es 600 Höhenmeter abwärts , also nix für meine Bandscheiben ! Mußte auch immer die Uhr im Auge behalten , denn ich hatte nur 4 Stunden für den Abstieg zur Verfügung . Dann endlich die Ilsefälle , auf ca. 1 km gibt es viele kleine Katarakte und Wasserfälle , ein Paradies für Fotografen . Durch die Temperaturen knapp unter 0°C waren die ohnehin schon schlüpfrigen Felsen auch noch vereist , doch bis auf ein kurzes Bad habe ich es überlebt .
Mal kurz was zur Technik , Fuji X-T1 + 18-55 + ND1000 Graufilter und Siriusstativ . Belichtungszeiten zwischen 2 Sekunden ( ohne Filter ) und 30 Sekunden mit Graufilter . Auf Grund des engen Zeitfensters habe ich mit den Automatischen Weißabgleich gearbeitet , gespeichert in JPEG und RAW , 2 Sekunden Selbstauslöser und die ISO bei 200 (100 geht nicht in RAW ) .
eine sehr eigenartige Farbgebung in JPEG direkt aus der KameraIlsetalIlsefälleIlsefälleIlsefälleIlsefälleIlsefälle
Ilsefälle
War wieder sehr zufrieden mit der Fuji X-T1 , anders als bei der X-E1 werden die Fotos bei Langzeitaufnahmen sofort nach der Aufnahme angezeigt . Nur ein Problemchen nervt schon etwas . Beim verstellen der ISO Werte und der Belichtungszeiten drehen sich die darunterliegenden Rädchen mit , so habe ich heute eine Langzeitbelichtung im Serienbildmodus gemacht , was 3 Fotos von 25 Sekunden zur Folge hatte . Auf der anderen Seite hatte ich plötzlich die Spotmessung eingestellt . Vielleicht sollte man auch hier über eine Verriegelung nachdenken .
Wer die Ilsefälle auch mal besuchen möchte , sollte aber über Ilsenburg zu den Wasserfällen kommen . Vom Bahnhof sind es ca.5 Km Fußweg .
… in 27 Fotos . Eigentlich wollte ich ja am 09.11.2014 nach Berlin , ein paar coole Fotos machen . Doch dann erhielt ich am Bahnhof eine email vom Brockenhotel , also kurzerhand in den Zug nach Wernigerode gestiegen . Wollte schon immer mal im Brockenhotel nächtigen und einen Gutschein dafür hatte ich noch . Das ganze ist nun auch nicht ganz billig , hoch und runter mit der Harzer Schmalspurbahn sind 35€ und die Übernachtung in der 6.Etage des Brockenhotels 95€ . Doch beides war jeden Euro wert . Dummerweise hatte ich nur für einen Tag Berlin gepackt , 2 Bodys (X-T1,X-E2) und 3 Objektive (18-55,55-200,Touit 12) , 3 Akkus und ein Joby Gorillapodstativ , keine Wechselsachen oder ähnliches . Naja , Wetter sagte Wolken voraus und keinen Nebel , also bestes Fotowetter . Und es wurde ein schöner Sonnenuntergang , wenn auch nicht perfekt . Gegen 20.00 Uhr wollte ich noch ein paar Nachtaufnahmen machen , doch das Stativ hatte den Brockenwinden nichts entgegenzusetzen . Gegen 6.00 Uhr klingelte der Wecker und ein Blick aus dem Fenster ließ mich die Nacht vorzeitig beenden . 6.10 Uhr stand ich dann als erster und einziger bei 7°C und Windstille auf dem Brockenplateau und konnte einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten . Leider verschwand die Sonne schon wieder nach 10 Minuten , doch es war Zeit genug um den Schattenwurf des Brocken über den Vorharz abzulichten . Zurück ging es dann zu Fuß nach Schierke und weiter mit der Bimmelbahn nach Wernigerode . Das Hotel bekommt von mir eine klare Empfehlung , nettes Personal , schönes Zimmer und reichhaltiges Frühstück . Übrigens , der Brocken ist nur 1140m und ein paar Zentimeter hoch , man hat sich aber auf 1141 m geeinigt . Die alte Messung von 1142m war wohl schon 200 Jahre alt . Kleiner Hinweis noch , Fotos sind nur minimal nachbearbeitet . Bei beiden Kameras war die Velvia Filmsimulation eingestellt , Farbe +2 , manueller Weißabgleich , Zeit und Blende manuell .
Blick ins HarzvorlandBlick ins HarzvorlandBrockenbahnhof im ersten MorgenlichtBlick vom Brocken nach WernigerodeBrockenbahn , ca 1/30 Sek.Brockenbahn , ca 1/30 Sek.Wernigerode
der Schatten des Brocken liegt über dem Vorharzwarme Farben auf den Berggipfelnwarme Farben auf den BerggipfelnSonnenaufgang
SonnenaufgangMorgenröte spiegelt sich in den Scheiben des BahnhofsWernigerodeBrockenbahnhof bei NachtSonderzug zur Rockoper „Faust ll“Ausfahrt aus dem Brockenbahnhofmit ca.1/30 Sek. aus der Hand , Zeiss Touit 12SendemastSonnenaufgang , Farbtemperatur für wärmere Farben von 4000K auf ca. 6500K korrigiertBrocken im MorgenlichtBrockenplateau
Langzeitbelichtung ohne GraufilterBlick Richtung SüdenEinfahrt in den Brockenbahnhof im letzten Sonnenlicht
Mal ein kleines Update zu gestern . Alle Motive wurden mit der Fuji X-E2 und dem Zeiss Touit 12/2.8 (ich liebe es) vorwiegend von unten fotografiert , die Pilze Offenblende mit der X-T1 und dem 55-200 . Ab heute gibt es hier wieder Waldpflegearbeiten um den Anteil der Laubbäume zu erhöhen (bitte für die Fotografen ein paar Ahornbäume mit einstreuen).
Habe heute mal meinen Rücken einen Belastungstest unterzogen , einmal bis zum Ende des Süßen See und wieder zurück (49km) . Hier mal ein paar Bildchen von unterwegs . Wie immer im Gepäck die Fuji , sie wurde übrigens zur beliebtesten Reisekamera gewählt . Gerade jetzt im Herbst mit der Velvia Filmsimulation spielt sie ihre stärken aus .