Warum ich fotografiere

Um es vorweg zu nehmen , ich fotografiere des fotografierens wegen , Geld ist für mich zweitrangig , bin aber immer auf der Jagd nach dem besonderen Foto . Mitten in der Nacht bin ich schon mal in der Wildnis unterwegs , klettere durch vereiste Wasserfälle , fahre mal schnell für ein Foto nach Berlin oder treibe mich tagelang auf irgendwelchen Sportveranstaltungen herum  . Ich bin sozusagen ein Getriebener in Sachen Fotografie .

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Begonnen habe ich vor ca. 25 Jahren , einfach aus Spaß an der Freunde . Im Keller hatte ich mir ein kleines Labor eingerichtet und meine s/w Aufnahmen vom Negativ bis zum fertigen Foto selbst angefertigt . Mit Beginn des digitalen Zeitalters konnte man seine Fotos auch einer breiten Masse zeigen , man bekam positive Reaktionen und erste kleine Aufträge . 2006 begann ich mit der Sportfotografie , auch hier war immer das besondere Foto mein Ziel . Während alle sich auf den Sieger stürzten , wollte ich lieber die Emotionen des Verlierers einfangen , doch die Zeitungen und Agenturen wollten nun mal das strahlende Lächeln des Siegers sehen .

 

Halle/Saale , 11.05.2012 , DBBL , Halle LIONS - Wildcats Wolfenbuettel
Halle/Saale , 11.05.2012 , DBBL , Halle LIONS – Wildcats Wolfenbuettel

2007 begann ich dann auch mit der Portraitfotografie , auch hier wollte ich einen eigenen Stil , weg vom bloßen ablichten der Person , ich wollte Emotionen zeigen . Die ersten Jahre waren ok , aber es war noch nicht das was ich wollte . Erst mit dem Umstieg von Nikon Vollformat auf Fuji (2013) änderte sich auch meine Sichtweise auf die Fotografie , ich fühlte mich wieder angekommen zu sein . Das Gefühl , alle Einstellungen manuell vornehmen zu können erinnerte mich an gute , alte Zenza Bronica Zeiten . Mit VSCO bekam ich dann auch den Bildstil den ich an den Farbfilmen so mochte .

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Was möchte ich nun damit sagen . Ich werde auch weiterhin vorwiegend freie Arbeiten machen , ohne finanziellen Hintergrund , doch freue ich mich auch über jeden Auftrag , es ist sozusagen eine Anerkennung meiner Arbeit . In letzter Zeit fehlte mir diese Anerkennung (Aufträge) etwas , klar gerät man da ins Grübeln .

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Wer also meine Art zu fotografieren mag , kann sich gerne melden , egal ob Familie , Presse , Portrait oder Reportage , freue mich über jede Anfrage .

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Ach so , wer Fehler findet , darf sie behalten 🙂

11 Kommentare zu „Warum ich fotografiere

  1. Immer weiter so! Ich freu mich auf noch viele inspirierende Bilder von Dir – denn das sind sie! Und viel Glück hinsichtlich der Aufträge (kommt mir irgendwoher bekannt vor; ist wie mit dem Schreiben: da glaubt auch jeder, dass man das doch wohl genauso gut selber kann 😉

  2. Schöner Beitrag!
    Mir geht’s ziemlich ähnlich… ich mache viele Shootings und Fotos einfach weil ich Spaß dran habe und mich an den Resultaten freue.
    Ich mache auch immer wieder gern mal ein TFP-Shooting, versuche aber auch immer ne gute Mischung zu finden damit auch die finanzielle Anerkennung nicht zu kurz kommt, das ganze Equipment zahlt sich ja auch nicht von selbst 😉
    Ich arbeite übriges auch viel mit VSCO 🙂

  3. Der Spagat zwischen „ich bin Künstler und mache was mich interessiert“ und selbstständigem gewerbetreibendem, der Aufträge annimmt und damit Geld verdient, ist sicherlich schwierig.
    Wo bleibt man sich treu, wo verrät man seine Ideale, was muss ich tun um genug Geld zu verdienen. Gerade wenn ich lokal arbeite und dort nicht genug Kunden mit meinen Ideen erreichen kann.
    Mir gefallen deine Bilder sehr, ich hoffe du findest genug gleichgesinnte auch unter deinen Kunden.
    LG.

  4. Hallo Andreas,
    ich bin nun auch seit gut 20 Jahren dabei…allerdings als Vollberufsfotograf…mit all den schweren aber auch guten Momenten…es wird nicht besser sondern immer härter…jeder mögliche Job ist hart umkämpft, das technische Niveau der Fotografen fast gleich hoch…und durch die mittlerweile zahllosen Ausbildungsmöglichkeiten ist der Markt von Berufsfotografen gut gefüllt..bei zeitgleich schwindendem Auftragsvolumen (Bewegbild, online Medien etc) und steigenden technischen Kosten (Computer,Software,digitale Kamera alle 3 Jahre neu etc)…manchmal ist es zum K….und die schlaflosen Nächte nehmen zu…aber wenn dann wieder ein gutes Bild gelungen ist…drücke dir die Daumen das es klappt mit dem durchwursteln und die nötige Anerkennung (Betriebsstoff für die Seele 🙂 nicht ausbleibt…manchmal dauert das und einen starren Starrkopf zu haben schadet nicht ….
    Lieber Gruss, Jürgen

  5. Danke Jürgen 🙂 Ist wirklich immer ein auf und ab, aber vielen Künstlern geht das ja so . Nur gut das ich kein Vollprofi bin, könnte wohl manche Nacht nicht schlafen. Wünsche auch dir viel Glück für die Zukunft .

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